Kugelschreiber: Werbemittel mit Motor und Fenstern
Nicht zu fassen. Neulich bezeichnete ein Autor den Kugelschreiber als langweiligen Werbeartikel. Höchste Zeit für uns, eine Lanze zu brechen. Der Kugelschreiber ist ein Klassiker, das stimmt. Aber langweilig? Das sehen wir anders. Zum Glück geben uns Marken wie Audi, der 1. FC Köln und Lufthansa recht. Schaut man mal genauer hinter die Kulissen ihrer Merchandising-Shops, finden sich jenseits von 08/15 viele witzige und detailverliebte Kugelschreiber. Über Form, Material und „kleine Extras“ transportieren sie geschickt die Werte der beworbenen Marke.
Audi hat eine Großraummine, Mercedes den V8-Sound
Der Kugelschreiber im Audi-Fanshop wirkt erstmal schlicht. Beim genauen Hinsehen zeigt sich jedoch, dass der Automobilkonzern viele Eigenschaften seiner Marke aufgegriffen hat, und sie gezielt über den Werbeartikel vermittelt. In der Beschreibung heißt es beispielsweise „der Kugelschreiber ist glanzverchromt“. Die Rede ist zudem von „einer blauen Großraummine“. Beide Begriffe wurden bewusst und ziemlich geschickt gewählt. Bei uns riefen sie automatisch Bilder eines schicken, glänzenden Autos mit einem geräumigen Innen- bzw. Kofferraum wach. Wir hatten den Kugelschreiber nicht mal in der Hand, doch wurde die Marke über Optik und Beschreibung bereits spürbar.
Ein Effekt, der sicher noch verstärkt wird, sobald der Kunde den Kugelschreiber in der Hand hält. Das Werbemittel fühlt sich plötzlich an wie der hochwertige Lack eines Audis, die langlebige Mine erinnert an die Stabilität, Langlebigkeit und Sicherheit, die man auch beim Fahren spürt. Der Kugelschreiber fügt sich somit perfekt ins Markenbranding ein. Er vermittelt genau die Werte, die Fans der Marke schätzen und von ihrem Produkt kennen.
Da ist es sicherlich auch kein Zufall, dass Audi mit der Prägung eine sehr hochwertige Veredelungsform wählte und der Kugelschreiber und den Hinweis „Made in Germany“ trägt – ein Gütesiegel, mit dem der Werbeartikel die Wertigkeit der deutschen Autos unterstreicht.
Mitstreiter Mercedes Benz setzt in seinem Shop übrigens noch einen drauf. Bei einem Kugelschreibermodell wird die Marke auch über den Hörsinn erlebbar. Kommt der Kugelschreiber zum Einsatz, ist der originale V8 Motorsound zu hören.
Vereinshymnen und Laserschwerter
Absoluter Spitzenreiter in Sachen Sound sind jedoch die Fußballclubs der Ligen. Ob der 1. FC Köln, Bayern München, Schalke 04 oder Hertha Berlin: Es scheint, als hätte fast jeder Fußballverein mittlerweile einen Kugelschreiber im eigenen Sortiment, der beim Schreiben die wohlbekannte Vereinshymne spielt. Der Besitzer fühlt sich beim Schreiben ins Stadion versetzt, Gedanken an Teamgeist und sportliche Erfolge werden wach.
Ähnlich emotional geht es in der Filmindustrie zu. Diese Branche ist ja bekannt dafür, dass sie Helden und Schurken ins reale Leben ihrer Fans holt. Zauberschüler Harry Potter ist das beste Beispiel. Seine Jelly Beans gibt es im Supermarkt um die Ecke und das eigene Zimmer kann mit Fanartikeln komplett im Potter-Stil gestaltet werden. Gleiches gilt für die Protagonisten der „Herr der Ringe“-Trilogie oder der „Star Wars“-Reihe. In jedem Merchandisingshop finden sich auch die passenden Kugelschreiber. Mit witzigen Funktionen und Designs greifen sie die besonderen Merkmale ihrer Charaktere auf und übertragen ihre Geschichte in den Alltag der Fans. Gefunden haben wir unter anderem einen Kugelschreiber in Form des Potterschen Zauberstabs, das Schwert von Bilbo Beutlin und die Star Wars Laserschwerter in grün, blau oder rot – je nachdem, ob sich der Besitzer mit Yoda, Luke Skywalker oder Darth Vader identifiziert. Diese Kugelschreiber werden wohl gehütet, getauscht und in Foren heiß diskutiert.
Kugelschreiber aus Jeansstoff und in Flugzeugoptik
Was bei diesen Marken funktioniert, lässt sich auf so ziemlich jede Branche, jedes Unternehmen und jeden Verein übertragen. Immer wieder findet sich der Kugelschreiber als haptischer Vermittler der Marke. Eines der witzigsten Modelle hat übrigens die Lufthansa in ihrem Shop: Den StarWalker Kugelschreiber, der nach dem weltgrößten Passagierflugzeug designed wurde. Neben einer dynamischen Silhouette und gummiartigen Oberfläche besitzt er auch die typischen Fensterreihen des Fliegers. Weitere originelle Ideen liefern die Mode- und Textilbranche sowie Umweltorganisationen. Sie setzen weniger auf Form oder Funktion, sondern lassen ihre Marke über das Material sprechen. Ergebnis sind Kugelschreiber aus recyceltem Jeansstoff, alten PET-Flaschen oder Holz.
Kurz gesagt: Ein Klassiker ist er. Den Kugelschreiber als Langweiler abzustempeln, konnten wir jedoch nicht auf uns sitzen lassen.
Werbeartikel im Check: Stärken Touchpens das Markenimage?
Heute Morgen in der Bahn: Die Frau gegenüber checkt per Smartphone ihre Mails, die beiden Freunde am Fenster schauen sich ein Video vom Championsleague-Spiel am gestrigen Abend an. Mobil sein gehört zum Alltag. Wir tauschen Infos mit unseren Freunden aus, buchen das Bahnticket auf dem Weg zur Haltestelle oder suchen online nach dem Weg. Klar, dass Smartphone-Zubehöre wie Touchpens im Trend sind. Doch eignen sich die Eingabestifte auch als Werbeartikel und können sie das Markenimage stärken?
Was braucht ein gutes Werbegeschenk? Diese Frage gilt es als erstes zu beantworten. Die Studie des Gesamtverband der Werbeartikelwirtschaft (GWW) nennt drei wesentliche Faktoren für ein erfolgreiches Werbemittel: Praktischer Nutzen, Modernität und ein gutes Design. Wie sieht es bei den Touchpens aus?
30 Millionen Deutsche nutzten 2012 ein Smartphone
In Punkto Nutzen liegen die Eingabestifte vorn. Viele Smartphones und Tablet PCs besitzen kapazitive Touchscreens. Diese Bildschirme reagieren ausschließlich auf Fingerdruck oder Kontakt mit einem speziellen Eingabestift, der der Form der Fingerkuppe nachempfunden ist. Das Beispiel aus der Bahn zeigt, wie selbstverständlich und oft mobile Geräte tagtäglich im Einsatz sind. Den Skeptikern und Statistikfans sei gesagt, dass laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. die Zahl der Smartphone-Nutzer im Herbst 2012 in Deutschland bei ca. 30 Millionen lag. Das entspricht fast 50 % aller Handynutzer, Tendenz steigend. Nun ist es natürlich eine Stil- bzw. Gewohnheitsfrage, ob lieber der Finger oder Touchpen zum Navigieren genutzt wird. Wer sich für letzteres entscheidet, kann den Nutzwert in jedem Fall bestätigen.
Touchpens sind modern und werten andere Werbmittel auf
Ein weiteres Häkchen gibt’s für die Modernität. Hiefür sorgt die bereits beschriebene Technologie der Ballpen. Mobile Geräte erkennen die softe Touchpenspitze als Finger und ermöglichen dem Smartphone-Besitzer eine präzise Bedienung. Spannend zu beobachten ist darüber hinaus, dass Touchpens bewährte Werbeartikel wie Kugelschreiber oder USB Sticks aufwerten. Beide Werbeklassiker gibt es bereits mit integrierter Touchpenfunktion. Mit den „neuen“ Kundenpräsenten erweitern sich die Zielgruppen und Einsatzmöglichkeiten der Unternehmen. Fans klassischer Produkte fühlen sich ebenso angesprochen wie Digital Natives.
Design: Vom kleinsten Stylus der Welt bis zur Stiftform
Übrig bleibt noch das Design. Touchpens sind per se funktional, variieren aber durchaus in ihrer Größe, den angebotenen Farben und Formen. Heißes Thema unter Gadgetfans war letztes Jahr der kleinste Stylus der Welt. Gerade mal 2 cm lang, kann der Eingabestift direkt in den Kopfhöreranschluss gesteckt und mitgenommen werden. Weitere Modelle gibt es als schlanke Stiftform, rund oder im Design eines USB-Sticks. Wer den Touchpen mit Logo bedrucken oder Schriftzug veredeln möchte, hat die Wahl zwischen Druck und Gravur.
Touchpens als Werbeartikel stärken das Markenimage
Fazit: Touchpens eignen sich als Werbeartikel und zur Steigerung des Markenimages. Sie werden zur Information oder Unterhaltung, privat oder im Businessumfeld eingesetzt. Wer sie nutzt, weist sich selbst als technikversierter, modern denkender Mensch aus. Unternehmen, die Touch-Stifte als Werbegeschenke verteilen, zeigen Gespür für aktuelle Bedürfnisse und Trends. Die Konkurrenz ist dabei denkbar gering. Wer ein Smartphone oder Tablet besitzt, nutzt einen oder maximal zwei Touchscreen-Stifte, nimmt sie bewusst mit und nutzt sie täglich – insbesondere im Winter, wenn die Handschuhe das Bedienen mit dem Finger nicht mehr ermöglichen. Wer sie tatsächlich nicht behält, verschenkt den Eingabestift weiter – eine indirekte Empfehlung für das werbende Unternehmen gibt es dazu.
Werbekugelschreiber und Bonusmeilen: Wenn uns das Sammelfieber packt
Ob Briefmarken, Kugelschreiber, Urlaubssand oder Bonusmeilen: Wir sammeln leidenschaftlich gern. Bereits im 17. Jahrhundert zeigten Fürsten und Herrscher mit ihren Privatsammlungen ihre Macht. Später gaben Museen der Sammelleidenschaft einen öffentlichen Rahmen und kürzlich wurde im Netz wieder über einen Mann berichtet, der 112.600 bedruckte Kugelschreiber sein Eigen nennt. Doch woher kommt diese Leidenschaft? Ist es der Wert der Sammelobjekte, der uns reizt, das Statusempfinden oder schlummert einfach ein Jagdinstinkt in unseren Genen? Motive gibt es verschiedene. Viele davon werden übrigens geschickt für das Marketing und den Einsatz von Werbeartikeln genutzt.
Spaß am Jagen, Ordnen und Archivieren
Wer sammelt, ist auf der Jagd. Auf Messen, Flohmärkten und Reisen wird Ausschau gehalten, Chancen werden gewittert und manchem „Unwissenden“ für wenig Geld ein echtes Einzelstück abgekauft. Der Sammler geht mit hohen Erwartungen an die Sache ran, freut sich, wenn diese Erwartungen erfüllt werden und er den Erfolg – zum Beispiel in Form eines Kugelschreibers – spürbar in Händen hält. Ein gewisser Jagdgedanke kann ihm dabei nicht abgesprochen werden. Mit einem guten Gefühl wird die Beute anschließend archiviert, dabei entspannt den Erinnerungen nachgehangen. Eine Theorie, die der Kugelschreiber-Fan übrigens bestätigt. Seine Sammlung stammt aus über 30 Ländern, die Kugelschreiber sind mit Nummern versehen und nach Themen geordnet.
Kugelschreiber: Kontakte knüpfen, Exklusivität genießen
Bereits beim Sammeln entstehen Kontakte. So wurden die 112.600 Kugelschreiber zum Teil rund um den Globus „eingesammelt“. Mitglieder eines Sammlerclubs können die eigene Sammlung vergleichen und ergänzen, mit Gleichgesinnten handeln, Tipps und Geschichten austauschen. Hierdurch entsteht ein Gefühl der Anerkennung und Gemeinschaft. Ein weiteres Motiv für die Sammelleidenschaft liegt in der Exklusivität. So gibt es Sammler, die hauptsächlich durch besonders seltene Objekte oder Besitztümer bekannter Persönlichkeiten Bewunderung erlangen. Alltagsgegenstände wie Kugelschreiber können dem Besitzer ebenfalls ein solches Gefühl geben. Zum einen hebt er sich über sein Hobby und die Masse an Sammlerstücken ab. Zum anderen haben echte Fans neben den klassischen Werbegeschenken auch hochwertige Kugelschreiber mit Seltenheitswert im Besitz. Im Falle unseres Sammlers gehören hierzu Modelle mit eingebautem Spiegel und gravierte Kugelschreiber, die Musik machen.
Werbeartikel knüpfen an Sammelleidenschaft an
Wer Briefmarken sammelt, schafft sich eine Geldanlage. Seltene Weine im Keller steigen im Wert, Erinnerungsstücke bewahren die eigene Vergangenheit. Manchmal führen auch ganz praktische Gedanken zum Sammelfieber – wie bei den hundert verschiedenen Nägeln und Schrauben in der Werkzeugkiste, die man bestimmt mal benötigt.
Klar ist, es gibt viele Gründe, die uns zum Sammeln bewegen. Viele dieser Motive werden zu Werbe- und Marketingzwecken genutzt. Die Zugehörigkeit zum Verein oder Verbundenheit mit den Filmidolen wird über Fanartikel gefördert, die gekauft, getauscht und gesammelt werden können. Treuen und guten Kunden wird Exklusivität eingeräumt, indem sie Vergünstigungen auf ihre Bonusmeilen erhalten. Nicht zuletzt gibt es viele Werbemittel, die gezielt an Erinnerungswerte anknüpfen wie
Kugelschreiber mit Logo zur WM oder Schlüsselbänder zum Festival, die positive Emotionen auslösen und die beworbene Marke ins beste Licht rücken.