Maximal oder minimal – beide Prinzipien haben ein Ziel: viel rausholen

goldene Lupe und Fueller auf einer Statistik liegend

In der Wirtschaft gibt es zwei Prinzipien, die man getrost als Basis eines effizienten ökonomischen Denkens ansehen kann. Beim Minimalprinzip geht es darum, ein Ziel mit möglichst wenig Aufwand und Kosten zu erreichen. Beim Maximalprinzip hingegen darum, mit fixen Kosten und Aufwand möglichst viel zu erreichen. Beide Verhaltensweisen sieht man täglich im Handel. Doch was ist bei den Werbeartikeln sinnvoll und warum?

Wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch, kann die Antwort hier nur lauten: Es kommt darauf an. Um deutlich zu machen, wie unterschiedlich die Ausrichtungen sein können, folgen zwei konträre Beispiele.

Nehmen wir an, ein Handwerksunternehmen möchte gerne zu Weihnachten seine guten Kunden mit Aufmerksamkeiten verwöhnen und gleichzeitig Werbung machen, die auch noch im neuen Jahr präsent ist. Der Kunde kennt das Unternehmen bereits und muss nicht erst bekannt gemacht werden. Damit ein Kunde sich besonders behandelt fühlt, darf auch das Weihnachtspräsent nicht lieblos ausfallen. Ein gewöhnlicher Kugelschreiber mag dabei zwar seinen Zweck als langlebiger Werbeartikel erfüllen, besondere Aufmerksamkeit strahlt er allerdings nicht aus. Wesentlich besser eignet sich hier der Kalender, der im Büro aufgehängt wird und durch seine stete Präsenz zu einer Dauererinnerung an den Handwerksbetrieb wird. Ein Kalender, der allerdings nicht durch außergewöhnliche Motive oder besonders hohen Nutzen auffällt, wird nicht genutzt werden und im Zweifel sichert sich dann die Konkurrenz den Platz an der Wand. Sich hier ein Kostenfixum zu setzen könnte dazu führen, dass die Ausgaben für die Werbung verpuffen und das Ziel, die Kunden zu erfreuen und dadurch Werbung zu betreiben, nicht erreicht. Eindeutig wäre es für den Handwerksbetrieb sinnvoller die Kosten an das Ziel anzupassen und damit nach dem Minimalprinzip zu handeln.

Das Gegenbeispiel für das Maximalprinzip: Eine Werbeagentur wird beauftragt eine Kampagne zum Launch eines neuen Produktes zu überlegen und hat darum im Etat ein Fixum für Werbeartikel vorgesehen. Für die Agentur ist es wichtig, viele Werbekontakte zu machen und das mit der vorgegebenen finanziellen Schranke. Streuartikel heißt hierbei das Zauberwort. In hoher Auflage werden hier Artikel produziert und bedruckt. Dadurch fällt der Preis für die einzelnen Kontakte und das Ziel, möglichst viele Kontakte zu machen, wird erreicht.

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